Inhaltsverzeichnis

F. Couperin: Les Goûts-Réunis ou nouveaux concerts (1724)

Anne Danican-Philidor: Premièr Livre de Pièces (1712)

M. de la Barre: Suittes de pieces à deux Flutes traversières (1709 - 1725)

M. de la Barre: Deuxième livre de pièces pour la flûte traversière avec la basse continue (1710)

M. de la Barre: Troisième Livre des Trios ... (1707)

J. B. de Boismortier: Sechs Sonaten für 3 Flöten oder andere Instrumente und B.c. op. 34 (1731)

C. Dieupart: Six Suittes für Blockflöte und B.c. (1701)

A. Dornel: Sonates en Trio op. 3 (1713)

G. Frescobaldi: Canzoni da sonare

G. Fr. Händel: Sonaten für Blockflöte und B.c

G. Fr. Händel: Triosonate für 2 Blockflöte und B.c HWV 405

G. Fr. Händel: Kantate "Nel dolce dell'oblio" für Sopran, Blockflöte und B.c

J. M. Hotteterre: Triosonaten op.3 für 2 (Block-)Flöten und B.c (1712)

J. M. Hotteterre: Deuxième Livre de Pièces für (Block-)Flöten und B.c (1715)

F. Mancini: XII Solos for a Flute (1724)

B. Marcello: Sonaten op.2 für Blockflöte und B.c.

J. Pachelbel: Canon D-Dur

J. Paisible: Solos für Blockflöte und B.c.

A. Parcham: Solo für Blockflöte und B.c.

J. C. Pepusch: English Cantatas

G. Sammartini: Sinfonie di Guiseppe S. Martino

G. Ph. Telemann: Sonaten op. 2 für 2 Quer- oder Blockflöten

G. Ph. Telemann: Sonaten aus "Der Getreue Musikmeister"

G. Ph. Telemann: "Sonate Metodiche"

G. Ph. Telemann: "Six Trios" (1718)

G. Ph. Telemann: Trio c-Moll TWV 42:c2 (Blfl, Ob, B.c.) (1739/40)

G. Ph. Telemann: Kantaten aus "Der harmonische Gottesdienst"

Vorbemerkung

Grundlage meiner Editionen sind ausschließlich Originalausgaben aus Musikbibliotheken, für die im Übrigen keiner mehr Lizenzgebühren einziehen kann und deren Autoren auch keine Ansprüche aus dem Urheberrecht geltend machen können.

Mit Ausnahme der älteren Ausgaben, also die Noten von Händel und Paisible wurden alle Noten mit Lilypond erstellt.

Diese Ausgaben bzw. Inhalt stehen von nun an unter folgernder Lizenz: Creative Commons Lizenzvertrag

Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported.

Sie dürfen diese Noten also kostenlos herunterladen, kopieren und auch beliebig weitergeben. Der Link informiert Sie über die genauen Lizenzbedingungen. Wichtig ist u.a., dass Sie bei der Weitergabe oder Bearbeitung meinen Namen als Urheber der Ausgabe nicht löschen dürfen.

Für Fehlermeldungen wäre ich daher sehr dankbar.


François Couperin (1668 - 1733)

Les Goûts-Réunis ou nouveaux concerts (1724)

Nach meiner bescheidenen Meinung war François Couperin der bedeutendste Komponist des französischen Barocks. Seine Werke sind heute viel zu wenig bekannt. Der Grund dafür liegt in dem heute wenig gebräuchlichen Instrumentarium. Er bevorzugte neben dem Cembalo die Viola da Gamba, die nur wenige Musiker unserer Zeit hinreichend beherrschen. Von Couperin kann man eine besondere Art der Virtuosität lernen, nämlich das Spiel mit Klangfarben und äußerst feinen Verzierungen, sowie die Kunst des musikalischen Portraits. Letztere ist unbedingt erforderlich, um in die Welt seiner Cembalowerke einzudringen.

Vorlage für meine Ausgabe ist der Druck von 1724. Für die Ausführung der "Concerts royaux" und der Sammlung "Les Goûts-Réunis" kommen verschiedenen Instrumente in Betracht. Couperin schlägt Geige, (Block)-Flöte, Gambe, Oboe und Fagott vor, also alle damals üblichen Melodieinstrumente.

Das 13. Concert ist für zwei gleiche Instrumente komponiert. Die Oberstimme des Originaldrucks ist im Bariton-Schlüssel ("F" liegt auf der mittleren Linie), die Unterstimme im Bass-Schlüssel notiert. Man findet hier 3 Fassungen, nämlich für 2 Bass-Instrumente (Gamben, Violoncelli, Fagotte ...), für 2 Flöten (auch für Geigen geeignet) und für 2 Altblockflöten. Hier wären auch Tenorflöten denkbar, die mit Altblockflöten-Griffweise gespielt werden.

Noch eine Anmerkung zur Ausgabe:
Die Ausgaben für Flöten und Blockflöten sind aus der transponierten Ausgabe für Bassinstrumente entstanden. Aufgrund des geringeren Tonumfangs waren kleine Änderungen an der Stimmführung an einigen Stellen der zweiten Stimme notwendig. Meistens musste nur ein Ton eine Oktave erhöht werden. Nur im zweiten Satz war ein deutlicher aber verschmerzbarer Eingriff nötig. (T. 21 ff)

Für Interessierte veröffentliche ich hier auch den Lilypond-Quelldatei.


Les Goûts-Réunis ou nouveaux concerts



Die Originalfassung der 14. Concerts steht in d-Moll. So ist sie für Violine gut geeignet und mit einigen kleinen Änderungen auch für Oboe. Um das Werk auch für Flöte (alternativ auch für die Voiceflute) spielbar zu machen, habe ich es um einen Ton höher transponiert. Auch hier sind einige Lagenänderungen notwendig, die ich aber dem Spieler überlasse.


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Anne Danican-Philidor (1681 - 1728)

Premièr Livre de Pieces (1712)

Diese Ausgabe beruht auf dem Druck von 1712. (http://www.imslp.org) Der Orignialtitel lautet:


I.er LIVRE DE PIECES POUR LA FLUTE TRAVERSIERE, FLUE A BEC, VIOLONS ET HAUT-BOIS
Avec La Baße continuë.

Dieser Band entzält drei Suiten und eine Sonate.

Die erste Suite eignet sich auch für Alt- oder Tenorblockflöte. Wer es lauter mag, kann auch eine Sopranblockflöte nehmen. Die zweite und dritte Suite liegt in der Originaltonart vor und in einer transponierten Fassung für Altblockflöte. Letztere sieht explizit die Blockflöte als einziges Instrument vor. Eine Seltenheit in dieser Zeit! Es ist aber sicher möglich, diese Sonate mit einer (Travers-)Flöte zu spielen.

Einige zeitgenössische Besonderheiten findet man in diesem Werk.

  1. Auf dem Titelblatt steht als Urheber „Mr. Philior Fils Aîné“. Dieser ist demnach wohl Anne Danican-Philidor, der Sohn des Kompnisten und Oboisten Andre Danican-Philidor.
  2. Typisch bei Kompositionen für Flöte oder Blockflöte ist die Verwendung des "französischen Violinschlüssels"(G auf der untersten Linie!).
  3. In der Bassstimme trifft man ab und zu auf einen Altschlüssel.
  4. Man findet im Erstdruck zahlreiche Bögen in der Bassstimme. Dabei handelt es sich offensichtlich nicht um Legatobögen, wie es andere Herausgeber sehen, sondern um Fortsetzungslinien für die Bezifferung.

Übrigens: Diese Ausgabe folgt dem Original so weit wie möglich. Dies betrifft vor allem die Balkensetzung, die Richtung der Hälse bei den Vorhalten, der Generalbassbezifferung u.v.a.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen mit dieser wundervollen Musik!


Philidor fils aîné (Anne Danican Philidor): Premièr Livre de Pieces (1712)

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Michel de La Barre(1675 - 1745)

Suittes de pieces
à deux Flutes traversières (1709 - 1725)

Michel de La Barre war mit Jacques-Martin Hotteterre der bedeutendste französische Flötist des beginnenden 18. Jahrhunderts. Von ihm stammen die ersten speziell für die Traversflöte komponierten Stücke. Neben Solosuiten und Triosonaten veröffentlichte er von 1709 bis 1725 siebzehn Suiten für 2 Traversflöten.

Verglichen mit den Suiten von Hotteterre sind seine Werke weniger detailreich dafür aber eleganter komponiert. Seine Musik ist wie ein delikater, nicht zu starker Burgunderwein, der seine Qualitäten nicht beim ersten Schluck zu erkennen gibt, dennoch aber zu mehr einlädt. (Hotteterres Musik ist dagegen ein würziger schwerer hochwertiger Wein aus Südfrankreich.) Oft strömt seine Musik eine wunderbare Melancholie aus. Vordergründige Virtuoistät ist ihr fremd.

Hier findet man vorerst "nur" 11 Suiten, die ich aber für Traversflöte wie auch für Altblockflöte herausgebe.


Michel de La Barre: Suittes de pieces à deux Flutes traversières (1709 - 1725)












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Michel de La Barre(1675 - 1745)

Deuxième livre de pièces
pour la flûte traversière avec la basse continue (1710)

Michel de La Barre gab 3 Bände mit Werken für Flöte und Basso continuo heraus. Hier veröffentliche ich nun einige Suiten des zweiten Bandes von 1710. Ich hoffe im Sommer die Zeit zu finden auch den Generalbass auszusetzen.


Michel de La Barre: Deuxième Livre de Pièces pour la flûte traversière avec la basse continue



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Michel de La Barre(1675 - 1745)

Troisième Livre des Trios
pour les violonx, flûtes, et hautbois, mélez de sonates pour la flute traversiere (1707)

Die Trios von de la Barre sind recht unkompliziert und auch für jüngere Schüler geeignet.

Wenn Blockflöten als Soloinstrumente genommen werden kann die nicht transponierte Fassung mit Tenor- oder Diskantblockflöten gespielt werden. Noch besser, wenn auch nicht historisch korrekt, liegen die Suiten für Voiceflute, die wohl nur in England verwendet wurde, in Frankreich dagegen unüblich war.

Für Altblockflöten habe ich die Suite um eine kleine Terz höher transponiert. Somit werden einige unangenehme Griffverbindungen umgangen. Der Bass ist allerdings so hoch, dass er kaum seinen Namen verdient.

Trotz ihrer einfachen Struktur sollte man sich bei der Interpretation stets vor Augen halten, dass diese Stücke am Hofe des Sonnenkönigs gespielt wurden. Ludwig XIV war musikalisch sehr bewandert und verzieh gewiss keine Oberflächlichkeit. Diese Stücke sollten stets mit Noblesse gespielt werden.


Michel de La Barre: Troisième Livre des Trios
pour les violonx, flûtes, et hautbois, mélez de sonates pour la flute traversiere (1707)



"Suite en B-Fa-Si Sur Dieze, tierce Mineure" (3. Suite)

Originalfassung h-Moll

Transponierte Fassung d-Moll

Quelldateien

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Joseph Bodin de Boismortier (1689 - 1755)

Sechs Sonaten für 3 Flöten oder andere Instrumente und B.c. op. 34 (1731)

Der ganze Titel der 1731 erschienenen Sammlung lautet:

"Six Sonates à quatre parties différentes et également travaillées.
Pour 3 Flutes-trav. Violons, ou autres Instruments, avec la Baße."

Ein Moselaner war er, wie auch ich. Geboren wurde Boismortier in Thionville. Um 1720 war er für einige Jahre in Perpignan, was ich nur deshalb erwähne, da die Gegend um Perpignan zu meinen Lieblingsplätzen in Frankreich gehört. (Man denke an die fantastischen Weine von Banyuls, Côtes du Rousillon und Corbière, an das Land der Katharer, die Katalanen, das Meer ...)

1724 veröffentlichte er zum ersten Mal in Paris, wo er bis zu seinem Tod lebte und bis 1747 insgesamt 102 Werke mit Opusnummer herausgab. Keine Gattung blieb da aus. Seine ungeheure Schaffenskraft stand jedoch oft im Widerspruch zur Qualität seiner Werke. Folgende (wahrscheinlich von einem Boismortier-kritischen Moselaner, der z.Zt. in Koblenz lebt, in die Welt gesetzte) Anekdote gibt Auskunft über seine Kompositionsweise:

Eines Morgens betrat der Verleger François Boivin die Komponierstube Boismortiers.
"Guten Morgen, verehrter Joseph-Bodin." (Gegengruss, Höflichkeiten usw.) "Ich beglückwünsche Sie zu Ihrer letzten Arbeit. Sie ging weg ..." (unleserliches folgt. Wahrscheinlich wollte er sagen: "... wie warme Semmeln", oder so ähnlich) "Ihre hochgeschätzte Kundschaft verlangt nach neuen Werken. Alsbald muss eine neue Sammlung erscheinen."
Boismortier, der sich von seiner Komponiererei nicht abhalten ließ, antwortete kurz: "Geschätzter Freund, ich habe schon eine Sonate fertig gestellt. Nehmen Sie doch Platz und trinken Sie ein Glas Wein. Bis Sie ausgetrunken haben, werde ich die anderen fünf auch vollendet haben".

Nun, so weit ins Reich der Anekdoten und Legenden, historisch gesichert ist jedoch der folgende kurze Reim:

Bienheureux Boismortier, dont la fertile plume
Peut tous le mois sans peine enfanter un volume.

Hier und da muss ihn aber dennoch die Muse geküsst haben. So wurde seine letzte Oper "Daphnis et Chloé" (1747) ein großer Erfolg. Seine Motette "Fugit nox" (1741), in die er mehrere damals bekannte Weihnachtslieder einarbeitete, wurde 20 Jahre lang an den Weihnachtskonzerten der "Concert Spirituel" aufgeführt.
Musikgeschichtlich gilt er als Reformer. Als erster Franzose verwendete er die Bezeichnung "Concerto", im Gegensatz zur französischen Bezeichnung "Concert", welches nichts mit einem Solokonzert zu tun hat. Mit dem 1729 erschienen Cellokonzert veröffentlichte er als erster französischer Komponist ein "Concerto" für Soloinstrument (hier ein Violoncello) und Orchester nach italienischem Muster.

Zwei Kennzeichen tragen alle seine Werke: Bewusste Einfachheit gepaart mit schönem Klang und Eleganz sowie mäßige technische Anforderungen.

Die sechs Sonaten op. 34 gehören zu Boismortiers besten Kompositionen. Selten erlebt man bei ihm so viel Phantasie und Ideen. Diese Sonaten sind für Schüler der Mittelstufe sehr geeignet.

Der Originaldruck enthält vier Stimmbücher. Die Generalbassstimme (stört sich jemand an den 3 s ?) verlangt nach einer Orgel. Ein Cembalo tut es aber auch, Boismortier wird sich wohl nicht mehr beschweren. Die Ausarbeitung des Generalbasses überlasse ich den Ausführenden.

Joseph Bodin de Boismortier (1689 - 1755):
aus Sechs Sonaten für 3 Flöten oder andere Instrumente und B.c. op. 34



neuJoseph Bodin de Boismortier (1689 - 1755):
aus Sechs Sonaten für 3 Flöten oder andere Instrumente und B.c. op. 34 (Neuausgabe mit Lilypond)

Sonata I g-Moll


Sonata II G-Dur


Sonata III e-Moll


Sonata IV D-Dur


Sonata V d-Moll


Sonata VI a-Moll



Lilypond:

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Charles Dieupart (ca. 1667 - 1740)

Six Suittes de Clavecin
Pour un Violon ou flûte avec une Basse
de Viole et un Archilut

Charles Dieupart veröffentlichte 1701 bei dem Amsterdamer Verleger Estienne Roger kurz nach seinen „Six Suittes“ für Cembalo eine weitere Fassung für Violine bzw. Blockflöte und Basso continuo. Diese letztere liegt in zwei Stimmbüchern vor.

Für die ersten vier Suiten ist eine „Flûte de voix“ oder „Voiceflute“ (eine Tenorblockflöte in d') vorgesehen, für die beiden letzten eine „Flûte du quatre“ oder „Fourth-flute“, also eine Blockflöte in B. In England waren diese beiden Flötentypen in Mode. Heute sind sie leider nur selten zu hören. Gerade die ersten vier Suiten klingen sicher auch mit einer Traversflöte sehr schön.

Beide Versionen unterscheiden sich in einigen Punkten:
Im Gegensatz zur Version für Cembalo verzichtet die zweite Fassung fast vollständig auf Ornamente. Nur vereinzelnd findet man ein Trillerzeichen. Die Unterschiede im Notentext ergeben sich größtenteils durch die Reduktion auf Solostimme und Basso contiuno. Akkorde können nun mal nicht mit einer Blockflöte gespielt werden. Der Basso contiuno erfuhr daher notgedrungen ebenfalls eine wesentliche Umarbeitung. Darüber hinaus finden sich in der Cembalofassung vermehrt ausgeschriebene Verzierungen.

In der hier vorliegenden Fassung wurden die Ornamente der Cembalofassung verwendet, sofern sie auf einer Flöte auch ausführbar sind. Verzierungen, wie „Coulé“ und „Harpegement“ wurden daher nicht übernommen. Dieuparts originalen Fassung für Soloinstrument und Basso contiuno wird gleichzeitig veröffentlicht, um einen Vergleich zu ermöglichen.
Die Liste der Ornamente entstammt der Cembalofassung.

Diese Ausgabe ist mit Hilfe von Lilypond (http://www.lilypond.org) entstanden. Die Realisierung der Ornamente war nur möglich durch die Hilfe von einigen Enthusiasten der Lilypond-Community.Ich möchte mich besonders bei Nicolas Sceaux(http://nicolas.sceaux.free.fr), Urs Liska, Andrew Bernard und der linux-user-Mailingliste für die großartige Hilfe bedanken.


Charles Diepart: Six Suitte de Clavecins
Pour un Violon ou flûte avec une Basse de Viole et un Archilut


Première Suitte



Louis-Antoine Dornel (1680 - 1756)

Sonates en Trio op. 3
Pour les Flûtes allemandes, Violons, Hautbois, etc. (1713)

1713 veröffentlichte Dornel 7 Triosonaten. Der Fleiß hatte ihn wohl übermannt. Normalerweise findet man nur 6 Werke in einem Opus. Die 7. Sonate ist jedoch für 3 gleiche Instrumente gedacht.
Die Sonaten folgen dem Muster der italienischen Triosonate nach Corelli, aber mit deutlichem französischen Akzent. Die Besetzung ist, wie für die Zeit üblich, nur angedeutet. Dornel schlägt Flöten, Violinen, Oboen und ... vor. Der Druck befindet sich in der Bibliothèque Nationale de France in Paris. Es handelt sich um 3 Stimmbücher. Eine Partitur liegt nicht vor.

Pünktlich zum Jahresende 2011, nein, sogar einen Tag früher, gebe ich hier alle 7 Sonaten heraus. Und zwar in einer Fassung für 2 Flöten und B.c. sowie, nach Terztransposition, eine Fassung für ..., also nach meiner Interpretation: 2 Blockflöten und B.c. Den Generalbass der Sonaten 2 und 4 habe ich ausgesetzt. Die Aussetzung kann nur ein Vorschlag sein. Gerade die langsamen Sätze verlangen ein differenzierteres Spiel als ich es notieren könnte.

Zur Generalbassaussetzung von op. 3/4:
Hier stand Jesper Bøje Christensens Generalbassschule Pate. (Jesper Bøje Christensen: Die Grundlagen des Generalbaßspiels im 18. Jahrhundert; Bärenreiter BA 8186)
Alles ist brav 4-stimmig gesetzt, wie Lambert u.a. französische Lehrmeister es vormachen.
Mit Orgelbegleitung empfiehlt es sich, nicht jeden Akkord einzeln anzuschlagen und Töne zu überbinden. Mit dem Cembalo sieht das anders aus. Gut aneinander gebunden ist die Aussetzung so spielbar, sie ist und bleibt jedoch nur eine Skizze. Hier sollte man besonders in den langsamen Sätzen mit Arpeggios und Akkordbrechungen experimentieren.

Jetzt muss ich aber noch ein wenig lamentieren. Der Notensatz einiger Stücke kostete mich viel Gehirnschmalz.
Wie im frühen 18. Jahrhundert üblich, macht Dornel in einige Sätzen Gebrauch von der sog. "weißen Notation". Diese Sätz stehen im 3/2-Takt. Viertel- und Achtelnoten finden sich hier nicht. Stattdessen findet man Halbe Noten, die mit einfachem oder doppelten Balken verbunden sind.
Die meisten aktuellen Notensatzprogramme können mit dieser Notation nicht ohne weiteres umgehen. Mein altes Encore-4.5.5 machte da keine Ausnahme. Ich musste damals die Balken alle mit einem Zeichenwerkzeug erstellen. Ein Vergnügen war das wirklich nicht und das Ergebnis war sehr unbefriedigend.

Mit Lilypond hat es nun endlich geklappt. Übrigens schneller als mit Encore. Trivial war das dennoch nicht, wie man am Lilypond-Quellcode erkennen kann. Dank sei der Hilfe aus der Lilypond-Gemeinde und dem "Suchen nach der Nadel im Heuhaufen", also dem Durchstöbern der umfangreichen Dokumentation zu Lilypond!
Ich veröffentliche nun hier die Lilypond-Ausgabe mit wahrscheinlich neuen Fehlern inklusive des Lilypond-Quellcodes. Die Encore-Dateien können jetzt auf meiner Festplatte verstauben. "Jamais encore avec Encore!"


Louis-Antoine Dornel: Sonates en Trio op. 3


Sonate en Trio op. 3/1


Sonate en Trio op. 3/2 "La Triomphante"


Sonate en Trio op. 3/3


Sonate en Trio op. 3/4


Sonate en Trio op. 3/5:


Sonate en Trio op. 3/6


Sonate en Trio op. 3/7


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Girolamo Frescobaldi (1583 - 1643)

Canzoni da sonare für Soloinstrument und B.c. (Venedig 1638)

Hier lege ich erst einmal eine praktische Ausgabe der Canzon terza vor - als Partitur und Solostimme.

Girolamo Frescobaldi: Canzon Terza detta la Bernadinia


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Georg Friedrich Händel (1675 - 1759)

Sonaten für Blockflöte und B.c. (mit Generalbassaussetzung)

Vor vielen Jahren habe ich diese Ausgabe gemacht und stelle sie jetzt ins Internet. Vorlage hierfür ist das Originalmanuskript aus dem Fitzwilliam Museum in Cambridge, die von Miroprint als Faksimile erhältlich ist. Händels Handschrift ist gewöhnungsbedürftig, aber gut lesbar.

Hier findet man die Sonate op. 1/11 dafür aber in zwei Fassungen, nämlich in F-Dur (Original) und transponiert nach E-Dur. Ich habe die Transposition vorgenommen, damit meine Flöten in tiefer Stimmung zu einem normal gestimmten Begleitinstrument passen (Orgel, Cembalo, Klavier). Die Generalbassaussetzung habe ich ebenfalls vorgenommen.

G.F. Händel: Sonate F-Dur HWV 369 für Blockflöte und Cembalo (B.c.)


G.F. Händel: 6 Sonati a Flauto e Cembalo (B.c.)

Hier lege ich nun alle sechs bekannten Blockflötensonaten Händels vor. Alle sind nach dem o.g. Manuskript gefertigt. Eine Generalbassaussetzung habe ich noch nicht gemacht - mal sehen, ob ich das mal nachhole.

Sonati a Flauto e cembalo

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Georg Friedrich Händel (1675 - 1759)

Triosonaten für 2 Blockflöten und B.c. HWV 405

Diese dreisätzige Sonate stammt wohl aus Händels Zeit in Italien um 1707. Der Generalbass des ersten Satzes fehlt im Manuskript und stammt aus einer Abschrift aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Dort wiederum fehlt die erste Stimme.

G.F. Händel: Triosonate für 2 Blockflöte und B.c. HWV 405 (Italien ca. 1707)


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Georg Friedrich Händel (1675 - 1759)

"Nel dolce dell'oblio" Kantate für Sopran, Blockflöte und B.c.

Da mir der Autograph Händels nicht vorlag bebnutzte ich die Gesamtausgabe von Friedrich Chrysander (Band 52b, Leipzig 1889).

Die Kantate beschreibt die schlafende Phyllis aus der Sicht ihres Geliebten. Was sie wohl denkt? Wird sie ihm treu bleiben?
Der Text ist schon recht konfus. Ich habe verschiedene Übersetzungsversuche gelesen und kann nur den Kopf schütteln. Es ist wohl wie bei englischer Popmusik - meistens ist es gut, wenn man den Text ignoriert. Die Musik dagegen ist aber wunderschön.


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Jacquez Martin Hotteterre (1675 - 1759)

Sonates en Trio" op. 3 (1712)

Kein (Block-)Flötist sollte um Jacques Martin Hotteterre herum kommen. Er ist einer der wichtigsten Komponisten des "Grand Siècle", der Zeit von Ludwig XIV und XV.

Bedeutend ist er nich allein als Komponist, sondern auch als Autor wichtiger Quellen für das Studium der "Alten Musik". Berühmt sind seine "Principes de la flûte traversière ou flûte d'Allemagne, de la flûte à bec ou flûte douce et du hautbois (1707), aber noch wichtiger seine Improvisationsschule "L'art de préluder sur la flûte traversière (1719)".

Seine Musik ist für französische Musik dieser Epoche sehr wild. Er strotzt gerade vor Ideen, besonders in seinen Suiten für Flöte. Einigen Suiten hat er die üblichen Verzierungen hinzugefügt. Deren Studium zeigen ein Bild der damaligen Verzierungspraxis.

In den Triosonaten ist er bezüglich der Verzierungen äußerst sparsam. Das bedeutet aber keinesfalls, dass man sich auf die wenigen Triller beschränken darf! Hier muss die ganze Palette seiner Verzierungen angewendet werden, wenn man diese Musik nicht auf eine rein akademische Übung reduzieren will. So, nun viel Spaß!

Jacquez Martin Hotteterre (1674 - 1763): Sonates en trio op.3 (1712)


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Jacquez Martin Hotteterre (1675 - 1759)

Deuxième Livre de Pièces (1715)
pour la flûte traversière et autres Instruments
avec la Basse

Nach den sehr höfischen Suiten des "Premièr livre des pièces" veröffentlichte Hotteterre im gleichen Jahr diese Sammlung von 4 Suiten. Anders als in den Triosonaten wimmelt es nur so von Verzierungen aller Art.

Um die Verzierungen in dieser Ausgabe richtig darzustellen, musste ich (Danke für Hilfe der Lilypond-Foren!) Zeichen wie "porte de voix, coulement, tour de chant, tour de gosier ...) selbst erstellen. Mit Lilypond geht das alles. Ich glaube mittlerweile, dass man mit Lilypond auch kochen kann.

Zunächst erscheint hier die 4. Suite, diese aber gleich in der Originalfassung und in einer transponierten Fassung, damit sie für Altblockflöte spielbar ist. Mal sehen, wann ich Zeit und Lust habe, noch weitere Suiten zu veröffentlichen.

Jacquez Martin Hotteterre (1674 - 1763): Quatrième Suitte op.5/4


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Francesco Mancini (1672 - 1737)

XII Solos for a flute with a thorough bass (London 1724)

Francesco Mancini: XII Solos for a flute with a thorough bass (J. Walsh, London 1724)




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Benedetto Marcello (1686 - 1739)

Sonaten op. 2 für Blockflöte und B.c.

Benedetto Marcello: 12 Sonaten op.2 für Blockflöte und B.c

Sonate op.2/1 F-Dur

Sonate op.2/2 d-Moll

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Johann Pachelbel (1653 – 1706)

Canon für 3 Violinen und B.c.

Ein wahrer Schlager ist dieses Werk! Die Gigue reiche ich noch nach, aber nur in der Originalversion. Ein Arrangement für Blockflöte erscheint mir nicht sinnvoll, der Ambitus ist zu groß und, ehrlich gesagt, so toll ist die Gigue meiner Meinung nach nicht. Für die Blockflötenfassung bedurfte es natürlich einiger Lagenwechsel. Ich hoffe, dass diese das Werk nicht stören.

Johann Pachelbel: Canon D-Dur für 3 Violinen und B.c

Originalfassung D-Dur

Arr. für 3 Altblockflöten und B.c. F-Dur

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James Paisible (ca. 1656 - 1721)

Solos für Blockflöte und B.c.

In der Bibliothèque Nationale de France in Paris findet sich ein Manuskript mit Kompositionen für Blockflöte von James Paisible. Es handelt sich um eine anonyme Abschrift, die um 1700 in London entstanden ist. Der Titel lautet:

Solo's by Mr Pesible

Die hervorragend lesbare Abschrift beinhaltet 13 Sonaten und 4 Suiten mit verschiedenen Titeln für Blockflöte und B.c. sowie 2 Sonaten für 2 Blockflöten. Von den Blockflötenduetten abgesehen, sind alle übrigen Werke in Partitur niedergeschrieben. Die Generalbassbezifferung ist sehr spärlich. Genauso sparsam findet man Verzierungs- und Artikulationsbezeichnungen.

Wie schon bei den Telemann-Duetten habe ich mich mit Korrekturen zurückgehalten. Eine Aussetzung des Generalbasses habe ich nicht vorgenommen - und zwar aus Faulheit, nicht aus mangelnder Kenntnis. Die Harmonik ist sehr überschaubar, und man muss kein ausgewiesener Cembalist sein, um eine Aussetzung zu improvisieren. Viel Spaß also beim Spielen.

James Paisble: Solos für Blockflöte und B.c

Sonate Nr.1 D-Dur
Sonate Nr. 2 Es-Dur
Sonate Nr. 3 B-Dur
Sonate Nr. 4 d-Moll



Die folgende Sonate habe ich im Gegensatz zu den vorherigen mit Lilypond gesetzt. Sie zählt zu meinen Lieblingswerken für Blockflöte.

Sonate g-Moll

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Andrea Parcham (ca. 1656 - 1721)

Solo für Blockflöte und B.c.

Dieses bemerkenswerte Werk befindet sich in einer Sammlung von Airs und Sonaten, die ein gewisser George Bingham zusammenstellte. Weder über Parcham noch über George Bingham konnte ich etwas verwertbares herausfinden, so mag uns der Titel genügen:

40 Airs Anglis
à un Dessus & une Basse
&
Trois Sonates
le deux premiers à 2 Dessus & le troisième
à un Dessus & une Basse choiseis & mis en ordre par
George Bingham
Livre Second
Dédié à
Messieurs ses Disciples
A Amsterdam
Ches Estienne Roger Marchand litraiere
& Le Cene N° 212

Merkwürdigerweise nennen alle anderen Neuausgaben und Aufnahmen "Andrew" als Vornamen. Auf dem Druck von Roger heißt er aber "Andrea".

Zum Originaldruck bleibt noch zu sagen, dass der Bass ist nur rudimentär beziffert ist.

Andrea Parcham: Solo G-dur für Blockflöte und B.c


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Johann Christoph Pepusch (1667 - 1752)

English Cantatas (1713)
aus den "English Cantatas" (1. Buch 1713)<

Hätte er nicht mit "The Beggar's Opera" die Vorlage für Brechts "Dreigroschenoper" geliefert, würde sich wohl kaum jemand an Pepusch erinnern. Dabei war er ein sehr fruchtbarer Komponist, der allerdings deutlich im Schatten seines 18 Jahre jüngeren Landsmanns Georg Friedrich Händel steckte. Pepusch komponierte für das Theater, für die Kirche und zahlreiche kammermusikalische Werke. Allein 100 Violinsonaten und viele Werke mit Blockflöte stammen aus seiner Feder.

1713, im Jahr der Veröffentlichung der ersten Sammlung der englischen Kantaten, avancierte er zum Doktor der Musik in Oxford. Pepusch war Mitbegründer der "Academy of Ancient Music" und der "Madrigal Society". Diese Gesellschaften widmeten sich der Erforschung der Musik vergangener Epochen. - Nun, es war eben alles schon mal da.

Hier lege ich nun eine Kantate aus dem ersten Buch vor. Sehr dramatisch geht es hier nicht zu. Amor schießt einen Pfeil auf den Flöte spielenden Corydon, der ..., na ja, was soll da schon passieren? Die Musik ist wirklich stimmungsvoll, charmant und ausgesprochen hübsch.


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Giuseppe Sammartini (1693-1750)

Sinfonie di Guiseppe S. Martino (Manuskript Biblioteca Palatina, Palma)

Dieses Manuskript enthält 17 Sonaten für Blockflöte und B.c. Im Titel werden sie "Sinfonie" genannt. Der Bass ist nicht beziffert. Die Sonate Nr. 9 trägt den Titel "Concerto a flauto solo e basso"


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Georg Philipp Telemann (1681 - 1767)

6 Sonaten für 2 Quer- oder Blockflöten solo op. 2, TWV 40:101-106

Meine Ausgabe basiert auf dem Pariser Druck von 1738. Die Erstausgabe erschien jedoch in Hamburg 1727, auf die ich leider noch nicht zugreifen kann. Ich habe alle Sonaten neu mit Lilypond gesetzt.

Die Pariser Ausgabe ist leider recht fehlerhaft. Offensichtlich falsche Noten habe ich (wie heißt es so schön:) "stillschweigend" korrigiert. (Sollte jemand neue Fehler finden, bitte ich um entsprechende Hinweise per e-Mail.)
Mit Korrekturen der Artikulationsbezeichnung, der Verzierungen und der Balkensetzung bin ich sehr sparsam gewesen, auch wenn hier durchaus Bedarf war. So sind in der Vorlage Legatobögen sehr unsauber gesetzt. Offensichtlich wurden Stempel mit nicht exakter Begrenzung benutzt, um diese zu gravieren.

Zur Balkensetzung möchte ich jedoch noch einige Worte verlieren:
In den meisten modernen Ausgaben wird die Balkensetzung nach heutigen Standards angepasst. In Vorworten ist dann schon mal zu lesen, dass diese aus den Manuskripten oder Erstdrucken unwichtig oder fehlerhaft sei. Doch einige wenige Komponisten des Barock gaben sich große Mühe, ihre Vorstellung von Phrasierung und Artikulation durch exakte und für viele nicht leicht zu durchschauende Aufteilung der Balken zu verdeutlichen. Besonders aufschlussreich sind diesbezüglich die "Pièces de Clavecin" von François Couperin.
Auch wenn der Pariser Graveur der Telemann-Sonaten, Joseph-Louis Renou, nicht Couperins Perfektionismus teilte, deuten auch hier einige Stellen auf dieses Vorgehen hin. Allzu konsequent und logisch geschieht dies jedoch offensichtlich nicht. Der Spieler wird also selbst entscheiden müssen, wie er die Balkensetzung interpretiert.

Wäre dies eine wissenschaftliche Ausgabe, so müsste ich jetzt alle Korrekturen angeben und kommentieren. Wer das will, muss leider tief in die Tasche greifen und die auch nicht unproblematische kritische Gesamtausgabe der Telemann-Gesellschaft erwerben.

Es schadet prinzipiell nicht, wenn schon Schüler, die diese Musik spielen, auf die Problematik eines korrekten Notentextes aufmerksam gemacht werden. Barocke Musik ist eben nicht nach einer Gebrauchsanleitung zu interpretieren. Eine kritische Auseinandersetzung ist unerlässlich.

Man findet hier sowohl eine Fassung für Flöten in den Originaltonarten wie auch eine Version für Blockflöten, bei der die Sonaten um eine kleine Terz nach oben transponiert wurden.

Georg Philipp Telemann: 6 Sonaten op. 2, TWV 40:101-106







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Georg Philipp Telemann (1681 - 1767)

Sonaten für Blockflöte und B.c aus "Der getreue Musikmeister"

Ein alter Schlager für Blockflöte! Telemann gab zwischen 1728 - 1729 als erster eine Musikzeitschrift heraus, die aus Spielliteratur für Sänger und Instrumentalisten bestand. Neben instrumental begleiteten Arien finden sich dort auch viele Innstrumentalkompositionen in verschiedener Besetzung darunter auch Werke anderer Komponisten.Zwei mal im Monat lieferte Telemann einen neue Folge.
Diese Sonate befindet sich in den ersten beiden Lieferungen

Meine Ausgabe habe ich nach dem Originaldruck erstellt. Den Generalbassaussetzung habe ich selbst ausgesetzt. Wahrscheinlich sind hier noch einige Fehler, da ich recht schnell gearbeitet habe. Für Hinweise auf Fehler wäre ich sehr dankbar!

Für Schüler der Mittelstufe ist diese Sonate ein Muss!

Georg Philipp Telemann: Sonaten aus "Der getreue Musikmeister"


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Georg Philipp Telemann (1681 - 1767)

Sonate Metodiche à Violino Solo ò Flauto traverso op. XIII (1728)

Diese Sonaten zeigen Telemanns Meisterschaft. Sie sind umfangreicher und wesentlich eleganter als die Sonaten aus dem "Getreuen Musikmeister". Ihr herausragendstes Merkmal sind aber die von Telemann exemplarisch verzierten Einleitungssätze.

Zunächst gibt es hier nur die 2. und 4. Sonate und zwar in Originallage sowie in Terztransposition, die sie auch für Altblockflöten spielbar macht.

Georg Philipp Telemann: "Sonate Metodiche à Violino Solo ò Flauto traverso"



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Georg Philipp Telemann (1681 - 1767)

Six Trios (1718)

1718 veröffentlichte Telemann sechs Trios für zwei Instrumente und Generalbass. Die erste Stimme ist jeweils für Oboe, Blockflöte, Flöte, Violine, Bassgame und Violoncello, bzw. Fagott gesetzt, die zweite immer für Violine. Wie oft, bei Telemanns Drucken, ist auch dieser Druck nicht immer gut zu lesen.

Da ich Blockflötist bin, gebe ich natürlich das zweite Trio heraus.

Georg Philipp Telemann: "Sonate Metodiche à Violino Solo ò Flauto traverso"


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Georg Philipp Telemann (1681 - 1767)

Trio für Blockflöte, Oboe und B.c aus "Essercizi Musici" (1739/40) TWV 42:c2

Hier der Originaltitel der Sammlung:

"Essercizi Musici, overo 12 Soli e 12 Trii à diversi stromenti"

Das voliegende Trio ist das erste der Sammlung.


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Georg Philipp Telemann (1681 - 1767)

Kantaten aus "Der harmonische Gottesdienst" Teil 1 (1725/27)

"Der harmonische Gottesdienst" fasst in drei Teilen Kantaten für mehr als 2 komplette Kirchenjahrgänge zusammen. Die Besetzung ist immer abwechseln tiefe und hohe Singstimme mit obligatem Instrument, entweder Violine, Oboe, Flöte, und Blockflöte und Basso continuo.

Sehr lesenswert ist sein "Vorbericht".
Hier gibt Telemann auskunft zur Besetzung und zur Ausführung. So kann die Instrumentalstimme auch mit Ripieno-Geigen beim Vorspiel und bei den Forte-Stellen verstärkt werden.
Zu den Rezitativen gibt er ebenfalls Hinweise.
Das Faksimile ist im Internet bei imslp.org frei verfügbar, so lade ich jeden ein, den "Vorbericht" zu studieren.

Nein, ich werde nicht alle 1750 Kantaten von Telemann verlegen, nicht einmal den kompletten "harmonischen Gottesdienst", ein einzige Kantate muss vorerst genügen.

Georg Philipp Telemann: "In gering und rauhen Schalen", TWV 01:941
Kantate für den 1. Sonntag nach dem Fest der heiligen drei Könige; aus "Der harmonische Gottesdienst", Teil 1 (1725/26)


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